Gefühle und/oder Emotionen

Sie lenken und steuern uns, sie treiben uns an, sie lähmen uns, sie machen uns traurig, sie bringen uns zum lachen, ja sie können uns sogar töten. Emotionen und Gefühle. Nach einer etwas längeren Pause möchte ich mich heute unseren Emotionen und Gefühlen widmen. Was sind Emotionen? Was sind Gefühle? Worin liegt der Unterschied? Welche kennen wir? Wie lernen wir damit umzugehen?

Bei den allen Emotionen handelt es sich um sogenannte Basisemotionen und sie lassen sich in Trauer, Ekel, Freude, Ärger, Angst oder Überraschung einteilen. Basisemotionen sind Urinstinkte die sich nicht einfach unterdrücken lassen. Emotionen kommen immer reflexartig oder effektartig zum Vorschein, das heisst, sie sind an körperliche und mentale Prozesse angekoppelt und sorgen für Handlungen die Menschen ausführen. An den Emotionen lässt sich recht schnell erkennen ob es eine Person ernst meint oder ob etwas gespielt wird. Das ganze lässt sich natürlich auch trainieren, aber sowohl das spielen als auch der beobachten kann geübt sein. Mimik und Gestik verraten bei genauem hinschauen sehr viel. Jedoch, wenn wir nicht Aufmerksam und Achtsam sind, sind unsere Sinne sehr leicht auszutricksen. Grundsätzlich lassen sich Gefühle und Emotionen unterscheiden. Emotionen sind immer durch einen äußeren Reiz im Anmarsch. Gefühle dahingehend sind Reaktionen des Körpers die verarbeiten muss.

Emotionen die in die Hirnrinde gelangen, kann der Mensch als Gefühl wahrnehmen. Gefühle sind spontane Impulse Atmen, Gehen oder Weinen. Das heisst der Mensch kann sie auch nur soweit beeinflussen wie er seinen Atem oder seinen Gang beeinflussen kann. Mit Gefühlen und Emotionen schaffen wir unsere Erinnerungen, speichern sie als unsere Erfahrungen ab und lassen Beziehungen zu anderen regulieren.

Wollen wir unsere Emotionen steuern, können wir das lernen, auch wenn es ein bischen Arbeit erfordert, schon nach kurzer Zeit spürt man Ergebnisse und es beginnt sogar Spass zu machen Emotionen bewusst wahrzunehmen und nicht sofort, effektartig zu handeln.

Meditation in Kombination mit Atemübungen sind bewiesene und bewährte Methoden um mit unseren Emotionen den Umgang zu üben und zu lernen. Einfach immer wieder aufrecht sitzen, Augen schließen und für ein paar Minuten den Fokus nur auf den Atem legen. Gefühle und Emotionen einfach nur wahrnehmen und beobachten. Wir werden schnell merken, dass die meisten Gefühle immer wiederkehrend sind, bis wir lernen auf unsere Emotionen anderst zu reagieren. Das bedeutet natürlich auch, sich gewissen Ängsten zu stellen und sich bewusst mit seinen Themen zu konfrontieren.

„Und dieses ist die edle Wahrheit über den Pfad der Ausübung, der zur Beendigung von Leiden führt: genau dieser edle achtfache Pfad, rechte Ansicht, rechte Entschlossenheit, rechte Sprache, rechte Handlung, rechter Lebensunterhalt, rechte Anstrengung, rechte Achtsamkeit, rechte Konzentration.“

Buddha´s 4te Edle Wahrheit

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Mario Feurstein

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Ich bin ein leidenschaftlicher Idealist und versuche meine persönliche Lebensphilosophie zu finden, indem ich mich unter anderem dem Schreiben widme. Wenn du mehr über mich erfahren willst, klicke einfach auf "über mich" im Menü!

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1 Comment

  • Danke für diesen schönen Eintrag von dir. Ich habe gerade im Buch „Der kleine Prinz wird erwachsen“ gelesen und möchte nun einige Gedanken von mir mit dir teilen und hier hinterlassen.

    Die Menschen verlieren oftmals den Zugang zu ihren Gefühlen. Echte Gefühle werden versteckt und überspielt um cool zu sein oder zu wirken. Allein dieses Wort zeugt schon von einer Gefühlskälte. Viele Menschen, wenn nicht fast alle Menschen, empfinden Gefühle wie Liebe und Zuneigung, Mitgefühl, Anerkennung, Angst und Trauer. Jedoch trauen sich viele Menschen in der Öffentlichkeit nur die Gefühle Zorn, Hass und Ärger zu zeigen. Wenn man seine Ängste, Sorgen, Unsicherheiten und die eigene Trauer nicht mit seinen Mitmenschen oder gar seinen Freunden teilen kann, aus Angst, sein „Gesicht“, dass eigentlich in dieser Situation eine Art „Maske“ für mich darstellt, zu verlieren, dann vereinsamt man wahrscheinlich innerlich. Die Folge sind Depressionen, unter denen immer mehr Menschen leiden.

    Es gibt einige Menschen, die ihrer Umgebung eine heile Welt vorspielen, obwohl es ihnen sehr schlecht geht. Aus Angst, nicht mehr akzeptiert zu werden, bleiben sie mir ihren Gefühlen alleine und schotten sich ab. Die tragische Folge daraus ist, dass jeder dieser Menschen denkt, er wäre alleine mit seinen Problemen. Allen anderen scheint es ja gut zu gehen. Da keiner darüber redet, umkreisen sie sich an der Oberfläche seichter Gespräche. Es wäre wunderschön, wenn diese Menschen ihren Gefühlen einen Namen geben und sie als das akzeptieren, was sie sind: WEGWEISER

    Gefühle sind Wegweisen, die und zeigen, wie es uns geht und in welche Richtung wir uns bewegen können bzw. dass wir etwas verändern können.

    Es gibt m.M.n. (meiner Meinung nach) keine schlechten Gefühle. Jedes einzelne meiner Gefühle hat seine Berechtigung und Bedeutung und macht mich auf eine bestimmte Lebenssituation aufmerksam. Ich versuche jedes Gefühl zuzulassen und zu akzeptieren und zu FÜHLEN, den Gefühle sind ja bekanntlich zum Fühlen da. Ich versuche dieses Gefühl zu hinterfragen, zu reflektieren und zu verstehen, warum ich mich jetzt gerade so fühle. Danach hat dieses Gefühl seine Aufgabe erfüllt und ich kann es wieder loslassen und weiterziehen (lassen).

    „Wenn ihr wieder lernt, Gefühle zuzulassen, sie zu zeigen und sie wertzuschätzen, dann eröffnet ihr euch und euren Mitmenschen die Chance, aus dem Leid auszubrechen.“
    -Der kleine Prinz von Andreas Wassner

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